Für die Restaurierung hatte ich nur einen Monat Zeit. Das war ziemlich sportlich, aber machbar – ich musste mir die Arbeitsabläufe nur sehr gut einteilen.
Es ging vor allem darum einige wenige, aber gut sichtbare Risse einem Facelifting zu unterziehen und klanglich dieser bereits hervorragend klingenden Geige noch ein paar PS mehr herauszukitzeln. Deswegen passte ich einen neuen Bassbalken aus Haselfichte ein, fertigte einen venezianischen Stimmstock an, verpasste der Geige einen neuen Steg und tauschte die alte Ebenholzgarnitur gegen eine schöne und leichtere Buchsbaumgarnitur aus.
Anfang 2025 restaurierte ich eine Violine von Giuseppe Guarneri „del Gesù“ anno 1737, Sohn von Giuseppe Giovanni Baptista Guarneri „filius Andreae“.
Es war für mich nicht nur eine große Ehre, sondern auch sehr interessant, nun eine Geige seines Vaters und Lehrmeisters zu restaurieren. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Vater und Sohn diese Violine gemeinsam gebaut haben.
Im Folgenden wieder ein paar Eindrücke vom Zustand vor und nach der Restaurierung:










