Normalerweise bricht der Hals am Halsfuß mit einer kurzen Bruchfläche. Bei dieser Geige zog sich der Bruch über 3/4 der Halslänge – das hatte ich in dieser Form noch nie gesehen. Aber es gibt ja nichts, was es nicht gibt.
Vor der Reparatur:
Beim Leimen hatte ich genau einen Versuch und dieser musste klappen, da die Holzfasern nach dem Leimauftrag sofort beginnen, aufzuquellen. Ich musste deshalb sehr rasch und präzise arbeiten.
Bei einem weiteren Versuch hätte durch das Aufquellen der Fasern die Fuge nicht mehr gepasst.
Nach der minimal-invasiven Reparatur (der original angeschäftete Hals dieser Stradivari-Kopie wurde belassen):








