Lackierung einmal anders! 

Ein Freund hatte einen etwas ungewöhnlichen Wunsch, was die Lackierung seines neuen Cellos betraf. 

Joachim Jungreithmayer nimmt seit einem halben Jahr Cellounterricht bei meiner Frau Qianqian Feng Schütz. Sein Eifer und Fortschritt sind enorm, bald schon reifte der Wunsch nach einem eigenen Cello.

Bei der Lackierung hatte er einen ungewöhnlichen Wunsch. Die Farbe sollte grau und die Oberfläche nur geölt sein.

Der Wunsch meiner Musiker hat für mich höchste Priorität! Deshalb ließ ich nach einigen schlaflosen Nächten, in denen ich von Zweifeln geplagt wurde, kurzerhand mein ästhetisches Ideal beiseite und machte mich an die Arbeit.

Ich verwendet das natürliche Öl, welches mir Joachim aus seiner Werkstatt mitbrachte. Joachim Jungreithmayr ist nämlich Tischler und DI für Architektur und baut unter anderem wunderschöne Massivholzhäuser.

Hier sieht man Boden und Decke des Cellos vor der Lackierung:

Foto Decke vor dem Lackieren
 

Decke vor dem Lackieren

Foto Boden vor dem Lackieren
 

Boden vor dem Lackieren

Auf den folgenden Fotos ist deutlich erkennbar, daß das Cello selbst noch nicht ganz weiß wie ihm geschieht und es seine neue Farbe etwas "gewöhnungsbedürftig" findet. Es lächelt zwar tapfer, aber eine kleine Träne ist ihm doch entfleucht ;-)

Foto Ein lachendes und ein weinendes Auge
 

Ein lachendes und ein weinendes Auge

Foto Decke während des Ölens
 

Decke während des Ölens

Fotos vom fertig geölten Instrument - war ja gar nicht so schlimm!

Foto Geölte Decke
 

Geölte Decke

Foto Geölter Boden
 

Geölter Boden

Zum Trocknen stellte ich das Cello dann zu meinen anderen Celli. Dort fühlte es sich sichtlich wohl und das weinende Auge war verschwunden.


Foto Wieder glücklich!
 

Wieder glücklich!

Klingen tut es jedenfalls fantastisch und Joachims Feedback: "sehr cool!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! :-)"


Foto Beim ersten Anspielen
 

Beim ersten Anspielen


Handwerkspreis