"Am Boden zerstört Nr. 2" - das Gesetz der Serie! 

Kurz nachdem ich mit der Restauration der Violine von Simone Schreiberhuber begann, die ihr vor einem Konzertauftritt aus der Hand gerutscht war, bekam ich einen Anruf aus den Niederlanden, ob ich eine Geige restaurieren könnte, die ebenfalls auf den Boden gefallen war.

Dieses "Gesetz der Serie" habe ich nicht nur im meinem beruflichen Alltag schon öfter beobachtet. Innerhalb weniger Tage bekomme ich mehrere Instrumente gleichzeitig in die Werkstatt, die die gleiche Art von Beschädigung aufweisen, wie z.B. durch falsches Saitenwechseln umgekippte und gebrochene Stege, die Notwendigkeit mehrere Instrumente gleichzeitig zu öffnen und mit neuen Baßbalken zu versehen, oder wie in diesem Fall Boden- und Deckenstimmrisse wieder unsichtbar zu machen. Für "Zufall" halte ich das schon lange nicht mehr.

Bei der Violine handelte es sich um ein Instrument von Johannes Theodorius Cuypers, gebaut um ca. 1760 in Den Haag. Das Schadenbild war das selbe wie bei Simones Geige, sogar ein wenig schlimmer: zwei Stimmrisse in der Decke, beide Unterzargen neben dem Unterklotz durchgebrochen, und ein Bodenstimmriß über die gesamte Länge des Bodens.

Im Folgenden sieht man Detailfotos der Geige vor und nach der Restauration.

Deckenstimmrisse:

Foto Denkenstimmrisse
 

Denkenstimmrisse

Foto nach der Restauration
 

nach der Restauration

Bodenstimmriß über den ganzen Boden:

Foto Bodenstimmriß
 

Bodenstimmriß

Foto nach der Restauration
 

nach der Restauration

Zargenriß neben dem Unterklotz:

Foto Zargenriß
 

Zargenriß

Foto nach der Restauration
 

nach der Restauration

Nach Vollendung der Restauration schickte ich die Violine gut verpackt mit DHL-Express zurück in die Niederlande. Abgeschickt am Nachmittag und heil angekommen am nächsten Vormittag. Das Feedback der Besitzerin finden Sie hier.


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